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Nicht auf falsche Gerichtsvollzieher hereinfallen

Freitag, 9. August 2019

 "Sie müssen 9500 Euro zahlen!" Wem fällt bei einer solchen Forderung nicht fast der Hörer aus den Händen? Für Gauner gibt es genug windige Geschäftsideen. Am Telefon melden sich nicht nur angebliche Enkeln in Geldnot oder falsche Polizeibeamten. Betrüger geben sich als auch Gerichtsvollzieher oder Mitarbeiter eines Gerichtes aus. Auch angebliche Rechtsanwälte oder falsche Staatsanwälte fordern Geld aus einem Mahnverfahren und drohen eine Pfändung an. 

Diese Betrugswelle scheint nun auch im Märkischen Kreis anzukommen. Das Amtsgericht Stuttgart warnt auf seiner Internet-Seite bereits seit einiger Zeit vor derartigen Anrufen im Namen der Behörde. Opfer berichten, dass sie massivem Druck ausgesetzt wurden. Angeblich hätten sie irgendeine Rechnung nicht bezahlt - zum Beispiel für ein Gewinnspiel-Abo. Mehrere tausend Euro Forderungen seien aufgelaufen. Schon die geforderten Summen "erschlagen" das Opfer. Im nächsten Schritt bieten die Betrüger großzügig an, auf einen Großteil der Forderungen zu verzichten - wenn die Opfer ganz schnell ein paar tausend Euro überweisen. 

So unüberlegt sollte jedoch niemand handeln. Die Polizei rät dringend davon ab, sich überhaupt auf derartige Gespräche am Telefon einzulassen. Die Anrufer üben massiven Druck aus und agieren rhetorisch geschickt. Forderungen müssen ohnehin schriftlich gestellt werden. 

"Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, suchen Sie die echte Telefonnummer der angeblichen Behörde heraus und rufen selbst dort an, um nach dem angeblichen Anrufer zu fragen. Geben Sie keine Auskunft über Vermögen oder Wertgegenstände in Ihrem Besitz. Erstatten Sie im Zweifel Anzeige“, rät die Polizei.