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BGS: Lhoist-Vertreter haben bewusst Unwahrheit gesagt

Donnerstag, 5. September 2019

Im April hat sich die Bürgerinitiative gegen die geplante Steinbrucherweiterung (BGS) in Eisborn gegründet und seine Arbeit aufgenommen. Nur wenige Monate später werden die Aussagen der Lhoist-Gruppe, die am 9. April die betroffenen Bürger zu einer Bürgerversammlung geladen hatte, in Frage gestellt. Während sich die Vertreter der Lhoist-Gruppe bei Fragen zurück hielten und diese nicht „beantworten konnten“, ist die Bürgerinitiative der Ansicht, dass wesentlich Teile der Planunterlagen bereits vor dem Termin fertig gestellt waren. Fragen hätten konkret beantwortet werden können, doch, so die Initiative, wollte man das zu dem Zeitpunkt nicht.

So ist eine Karte, die die Initiative vom Märkischen Kreis bekam, mit dem Datum 2. April versehen. Darin geht es um die Abbaufläche und die Abraumhalde. Danach soll die Abraumhalde rund 400 Meter hoch werden. In der Bürgerversammlung hätte man dazu angeblich nichts sagen können, so BGS-Sprecher Bernhard Krutmann während eines Pressetermins.

Neben diesen Ungereimtheiten ärgert die Eisborner die starke Staubbelastung der vergangenen Wochen, „Die dokumentierten und mehrfach aufgetretenen Staubentwicklungen
aus dem Steinbruch haben wir zum Anlass genommen, über den Landrat des Märkischen Kreises den Regierungspräsidenten Arnsberg zu bitten, Abhilfe zu schaffen. Der RP Arnsberg erklärt sich für nicht zuständig. Vom Märkischen Kreis steht eine Stellungnahme aus“, so die schriftliche Stellungnahme der BGS.

Was der BGS-Vorstand auf jeden Fall verhindern will ist, dass der Eindruck entsteht, man sei nicht dialogbereit. Man wolle mit Lhoist reden, aber nur, wenn man den gleichen Wissensstand habe. Und da habe man bisher Zweifel.

Eisborns Ortsvorsteher Martin Danne hat im Zusammenhang mit der Steinbruch-Erweiterung zu einer  Bürgerversammlung am 11. September, 19.30 Uhr, in die Schützenhalle eingeladen. Dort sollen alle Bürger-Meinungen gehört und gesammelt werden. Gemeinsam soll im Verlauf der Versammlung eine Strategie für den Kampf gegen die Steinbrucherweiterung erarbeitet werden.