(placeholder)

––– Werbefilme –––

Ängste und Wünsche der Schulleiterin

Mittwoch, 11. September 2019

Angst um den Schulhof hat in manchen Fällen am Nachmittag die Schulleiterin der Realschule, Nina Fröhling, Das sagte sie den Ausschussmitgliedern am Abend in der Aula während der Sitzung des Ausschusses „Schule, Kultur, Soziales, Sport“. Zuvor hatte sie die Herren durch die Schule geführt und die Neuerungen gezeigt.

Ihre Angst begründete sie damit, dass nachmittags und auch am Wochenende der Schulhof zum Treffpunkt von Jugendlichen und jungen Männern wird. „Mit denen lege ich mich nicht an“, sagte sie. Der Schulhof sehe danach oft katastrophal aus. Es werde dort Alkohol konsumiert und geraucht. Oft würden die Sachen einfach liegen gelassen.

Fachbereichsleiter Michael Bathe sagte dazu, dass das Problem bekannt sei. Ein Wachdienst kontrolliere zwar und informiere dann auch das Ordnungsamt, doch das sei sicherlich nicht die unbedingt richtige Maßnahme. Bürgermeister Hubertus Mühling ergänzte, dass es hier sinnvoller sei, wenn ein Sozialarbeiter vor Ort da wäre, der mit den jungen Erwachsenen spreche. „Aussprache ist besser als Kontrolle“, meinte er und man habe die Entwicklung im Blick.

Allgemein bemängelt wurde, dass es einen überdachten Treffpunkt nirgendwo im Stadtgebiet gebe, an dem sich Jugendliche treffen können. Sicherlich ein Thema, mit dem sich der Ausschuss in nächster Zeit beschäftigen könnte.

Nina Fröhling, die froh über die getätigten Investitionen war, sagte weiter: „Die Schule ist im guten Zustand – aber die Fachräume“. Da sah sie dringenden Handlungsbedarf. Die Räume seien auf einem Stand von vor 35 Jahren und würden den Sicherheitsstandards von heute nicht mehr genügen. Besonders dringend mahnte sie den Chemieraum an. Den habe man beim Tag der offenen Tür nicht mal geöffnet, weil man sich dafür schäme. Ideen für einen möglichen Umbau und Renovierungen seien vorhanden.

Bürgermeister Hubertus Mühling sah die Renovierungen ebenfalls als wichtig an, doch müsse man auch sehen, was machbar wäre. Im Investitionsplan, der jetzt wieder aktualisiert werde, stünden bereits Mittel drin. Man werde sich also damit beschäftigen.

Gute Nachrichten gab es aus dem Bereich der digitalen Aufstellung der Schule. Da habe man im Märkischen Kreis eine Vorreiterstellung. Da sei investiert worden und das zahle sich aus, freute es Nina Fröhling, dass nunmehr die ersten Klassen voll digital arbeiten könnten.

„Die Gesellschaft verändert sich“, eröffnete sie ihren dritten Punkt. Eltern kümmern sich oft gar nicht um die schulischen Arbeiten, Hefte würden nicht nachgesehen, den Kindern fehle oft die Unterstützung im Elternhaus. Zudem verändere sich immer mehr die Vorstellung von Erziehung. In dem Zusammenhang stehe auch die Schule vor einer großen Herausforderung und man sei sehr froh, dass eine Sozialarbeiterin 19 Stunden in der Woche in der Schule zur Verfügung stehe. Doch das sei inzwischen nicht mehr genug. „Wenigstens 30 Stunden wären erforderlich, um die Aufgaben zu erfüllen“, bat sie auch in dem Bereich um Unterstützung. Sozialarbeit in der Schule werde immer wichtiger, vor allen Dingen dann, wenn Ereignisse den Schulalltag aus den Fugen geraten lassen.

Schulleiterin Nina-Fröhling erläuterte die Sorgen und Nöte in der Realschule.