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Sabine wehte ohne großen Schaden über Balve hinweg

Montag, 10. Februar 2020

Wieder einmal Glück gehabt. Die Stadt Balve blieb weitestgehend verschont vom Orkan Sabine. Wäre es anders gekommen, die Feuerwehr der Stadt Balve wäre bestens vorbereitet gewesen. Seit dem Sonntagnachmittag war im Balver Gerätehaus ein Meldekopf eingerichtet, der bis 1 Uhr am Montagmorgen seinen Dienst versah.

Zunächst einmal sah es so aus, als würde es ein stressiger Abend werden. Denn bereits vor 13 Uhr kamen die ersten Meldungen von gefallenen Bäumen herein. So fiel ein Baum in der Grübeck auf eine Telefonleitung, an der Sauerlandstraße knickte ein Baum ab, auf der Mellener Straße lag ein Baum, dann wieder ein Baum in der Grübeck, der den Weg versperrte. „Als die Einsatzkräfte gegen 13.30 Uhr zur Asbecker Straße mussten, hörten sie bereits das Knacken der Bäume. Daraufhin wurde die Straße vom Bauhof abgesperrt,“ erläutert Wehrleiter Frank Busche die Situation. Um kurz vor drei Uhr dann ein weiterer Einsatz in Binolen. Mehrere Bäume waren auf die Bahnschienen gestürzt und blockierten diese. Die Bahnstrecke wurde daraufhin für den Rest des Tages gesperrt. Die Bäume wurden von der Feuerwehr entfernt. Nicht ganz ungefährlich, weitere Bäume fielen während des Einsatzes. Weiteres Vorgehen war daher viel zu gefährlich. Bahnstrecke gesperrt.

Wenn man jetzt aber gedacht hätte, so geht es weiter, der sah sich getäuscht. Denn der Meldekopf wurde gegen 17 Uhr eingerichtet und mehr als 100 Feuerwehrleute standen in den Gerätehäusern für alle Fälle bereit. Doch bis zur Auflösung des Meldekopfes kam es nur noch zu zwei weiteren Einsätzen. Einmal mussten im Brucknerweg Äste beseitigt werden und spät in der Nacht rückten die Wehrleute noch zur Mellener Straße aus. 

Nur wenig Schlaf fanden die Wehrleute aus Beckum und Volkringhausen. Denn kurz vor 5 Uhr gingen erneut die Melder. In der Grübeck lag ein Baum auf der Straße, der zersägt und beseitigt wurde. Das war es dann in Balve.

Auch die Polizei des Märkischen Kreises zieht Resümee der Orkannacht. In der Zeit vom gestrigen Sonntag bis zum heutigen Morgen kam es im gesamten Märkischen Kreis - glücklicherweise - nur zu 32 witterungsbedingten Einsätzen. Neben umgestürzten Bäumen, die durch die Polizei und/oder Feuerwehr beseitigt werden konnten, waren es auch Alarmauslösungen, die zu polizeilichen Einsätzen führten. 

An der Parkstraße in Lüdenscheid hatte sich ein Dixi Klo selbständig gemacht, konnte aber zeitnah wieder "eingefangen" werden. Lediglich einen Verkehrsunfall in Herscheid mussten die Polizisten heute Morgen gegen 01 Uhr aufnehmen. Hier war ein  Pkw beschädigt worden und es entstand ein geschätzter Sachschaden von ca. 500 Euro. 

Im Märkischen Kreis gab und gibt es teilweise noch folgende Sperrungen: 

A45 Do Richtung Lüd, zwischen Kreuz Hagen und Hagen-Süd gesperrt wegen Bäume (seit 19 Uhr) 

Lüdenscheid L 692 zwischen Kreisel und Abzweig Wersbecke gesperrt (seit 23 Uhr) 

Kierspe L 528 wird im Bereich Holterhaus und Vordermark voll gesperrt (seit 23 Uhr) 

L697 zwischen Neuenrade-Affeln und Plettenberg-Eiringhausen komplett gesperrt (seit 00:30 Uhr) 

Lüdenscheid, Im Grund, Zwischen Kerkhagen und Am Ostenhagen voll gesperrt, Bäume auf Fahrbahn (seit 1 Uhr) 

Meinerzhagen, Heerstraße, vom Hotel Schnüppel bis ca. 50 Meter hinter der Kurve/ Waldgebiet gesperrt.(seit 2 Uhr) 

Werdohl Stadionstraße (seit 2 Uhr) 

Die Polizei bedankt sich auf diesem Weg bei allen umsichtigen Bürgerinnen und Bürgern des Märkischen Kreises, dass sie sich nicht in Gefahr begeben haben und somit keine Personenschäden zu beklagen waren.

Am frühen Morgen rückten die Löschgruppen Beckum und Volkringhausen noch einmal in die Grübeck aus.                         Foto: Feuerwehr Balve