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Kurzarbeit in allen Wirtschaftsbereichen

Dienstag, 31. März 2020

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat massive Auswirkungen auf heimische Betriebe. Mit dem Instrument Kurzarbeitergeld können Arbeits- und Entgeltausfall im Betrieb zum Teil ausgeglichen und Arbeitslosigkeit verhindert werden. Die Anzahl der Anzeigen zu Kurzarbeit sind in den vergangenen Wochen im Märkischen Kreis deutlich gestiegen.

Unternehmen begegnen den Auswirkungen der Corona-Pandemie aktuell mit einer verstärkten Anzeige von Kurzarbeit. Ähnlich wie in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 versuchen Unternehmen, mit dem Instrument Kurzarbeitergeld Beschäftigte zu halten und somit Arbeitslosigkeit zu verhindern. Aktuell stellt sich die Situation jedoch um ein vielfaches herausfordernder dar: „Wir erleben aktuell eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. War damals vor allem die Industrie von der krisenhaften Entwicklung betroffen, erkennen wir heute Meldungen von Kurzarbeit in nahezu allen Branchen im Märkischen Kreis: der Gastronomie- und Tourismusbereich meldet ebenso Kurzarbeit wie Friseursalons oder Unternehmen aus der Industrie“, erörtert Sandra Pawlas, Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur. Es ist aktuell davon auszugehen, dass die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren. Eine valide Zahl über die tatsächlich angezeigte und abgerechnete Kurzarbeit steht derzeit noch nicht zur Verfügung. Hintergrund: Planen Betriebe Kurzarbeit, so müssen sie dies zunächst bei der Agentur für Arbeit anzeigen. Ohne eine entsprechende Anzeige ist später keine Zahlung möglich. Wird dann tatsächlich kurzgearbeitet, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen. „Erst danach haben wir endgültige Daten dazu, wie viele Personen genau kurzgearbeitet haben, in welcher Branche und wie groß der Arbeitsausfall war. 

Für März sind bis vergangen Freitag für den gesamten Märkischen Kreis knapp 4.500 Anzeigen zu Kurzarbeit eingegangen“, erklärt Sandra Pawlas. „An erster Stelle steht für uns die schnelle und unbürokratische Bearbeitung der Anträge  denn die Leistungsauszahlung hat für uns oberste Priorität. Aus diesem Grund haben wir das zur Bearbeitung eingesetzte Personal vervielfacht“, erklärt Sandra Pawlas und fügt hinzu: „Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld sind eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält diese Leistung. Ohne Wenn und Aber.“