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Balver Radfahrer bezeichnet Polizei als "Arschlöcher"

Mittwoch, 3. Juni 2020

Über das gesamte Pfingst-Wochenende waren Polizeibeamte wieder verstärkt am Kohlberg selbst sowie an den Zufahrtsstrecken dorthin im Einsatz. Der Kohlberg zwischen Altena-Dahle und Neuenrade stellt in der Gesamtbetrachtung einen weiteren "Hotspot" in der bestehenden Lärm- und Raserproblematik im Märkischen Kreis dar. Im Ergebnis müssen die Kontrollen auch zukünftig aufgrund der gemachten Feststellungen weiter intensiviert werden. Neben technischen Kontrollen wurde die Geschwindigkeit überwacht. 

Auf der Anfahrt zum Kohlberg wurden die Beamten in Höhe einer Radar-Messstelle von einem Radfahrer aus Balve als "Arschlöcher" bezeichnet. Dies hatte die erste Anzeige des Tages zur Folge. 

Der Zweiradfahrer einer Kawasaki Ninja mit Dortmunder Zulassung war nicht im Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis, was eine Strafanzeige nach sich zog. Die Polizisten stellten zwei Abgasanlagen sicher. In einem Fall war die gesamte Anlage an einer Harley Davidson unzulässig. Sie war schlichtweg zu laut. Sie wurde vor Ort demontiert und sichergestellt. In einem weiteren Fall geschah bei einem Krad Yamaha das Gleiche, jedoch war hier der Endschalldämpfer manipuliert. Die Betriebserlaubnis eines PKW erlosch, weil er in unzulässiger Weise tiefergelegt war. 

Bei den Geschwindigkeitsmessungen wurden insgesamt 1506 Fahrzeuge gemessen. Davon waren 177 zu schnell (davon 56 Kradfahrer). 19 Verstöße werden ein Fahrverbot nach sich ziehen (davon 14 Kräder). 

Ein holländischer Kradfahrer mit über 90 km/h musste am Samstag an Ort und Stelle eine Sicherheitsleistung zur Sicherstellung des Verfahrens begleichen. Am Montag blitzte es auf der Neuenrader Straße direkt zu Anfang der Messung drei Mal. Drei hintereinander fahrende Kräder mit Bochumer Zulassung rasten mit 117, 112 und 95 km/h durch die Messstelle, an der 50 erlaubt ist. 

Auffällig: nach 2-3 Stunden Messbetrieb ebbten die Verstöße spürbar ab. Die gute Vernetzung der problematischen Klientel funktioniert offenbar. Diese ist es auch, die im Kern erreicht werden soll. Denn keineswegs fahren alle Motorrad-Fahrer zu schnell. Nur ein kleiner Prozentsatz der Fahrer hält sich nicht an die Regeln. An dem Ziel, diese Raser dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen, wird die Polizei auch weiter mit aller Konsequenz arbeiten.