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City Lab startete jetzt auch in Balve

Donnerstag, 25. Juni 2020

Die Fokusgruppen von City Lab Südwestfalen begann ihre Arbeit in Balve mit der Befragung der Einzelhändler. Das City Lab Südwestfalen ist ein Projekt in der Region Südwestfalen mit dem Ziel, die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität für Einwohner, Besucher, Touristen und zuzugswillige Fachkräfte in den Innenstädten Südwestfalens zu steigern.

Dabei möchte das City Lab Südwestfalen vor allem die Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Handwerker in den teilnehmenden Innenstädten ansprechen und diese Unternehmen digital und betriebswirtschaftlich stärken. Die Kunden der Unternehmen sollen mit Hilfe dieser digitalen Maßnahmen die Innenstadt und deren Geschäfte wieder für sich entdecken. Und so können auch die Innenstädte von dieser Entwicklung profitieren.

Der Projektzeitraum für das City Lab Südwestfalen beträgt drei Jahre und startete am 1. Oktober 2019. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land NRW.

Insgesamt fünf Projektpartner (IHK Arnsberg, SIHK zu Hagen, das Competence Center E-Commerce und das Center for Business Education der FH SWF und die TU Dortmund) arbeiten gemeinsam an Lösungsansätzen, um die Innenstädte Südwestfalens attraktiver zu gestalten. 25 Städte aus der Region Südwestfalen nehmen an dem Projekt teil, u. a. auch die Stadt Balve.

Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Projektphase wird u.a. eine Szenario-Analyse durchgeführt, mit der verschiedene Zukunfts-Szenarien ermittelt werden, wie die Innenstädte in Südwestfalen im Jahr 2030 aussehen und welche Rolle diese einnehmen könnten. Außerdem wird der Ist-Zustand in einem Attraktivitätsprofil für die teilnehmenden Städte festgehalten.

In der zweiten Projektphase werden Modellkommunen ausgewählt, die vom City Lab bei der Entwicklung und Verbesserung ihrer individuellen Profile unterstützt werden. Den Städten wird ein „Kümmerer“ zur Seite gestellt, der das Projekt vor Ort begleitet und angestoßene Projekte weiterverfolgt. Das Thema Digitalisierung wird dabei im Fokus stehen.

Über den gesamten Projektzeitraum werden zudem Qualifizierungsworkshops angeboten, an denen die innenstadtrelevanten Unternehmen teilnehmen können, um ihr Wissen im Bereich Digitalisierung zu erhöhen. So werden Workshops zum Thema Suchmaschinenoptimierung oder Social Media angeboten.

„Was macht eine Innenstadt in Südwestfalen attraktiv?“ – Dies ist das Thema der jeweiligen Fokusgruppe, eine Art der moderierten Gruppendiskussion. Die Frage wird in zwei Gesprächsrunden diskutiert: unter den Innenstadtakteuren (z. B. Einzelhändler, Gastronomen, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderer) sowie unter den Kunden der jeweiligen Stadt. Die Gruppen bestehen aus jeweils fünf bis sieben Personen, die verschiedene Sichtweisen zusammenbringen und möglichst repräsentativ für ihre Zielgruppe stehen. So setzt sich z.B. eine Kundengruppe aus Repräsentanten für Familien, Senioren, junge Menschen, Pendler, Touristen, Menschen mit Behinderung oder Singles zusammen.

Das Team der Fachhochschule Südwestfalen möchte mit Hilfe dieser Fokusgruppen Kriterien sammeln, welche die Attraktivität einer jeweiligen Innenstadt ausmachen. Hierbei geht es zunächst nur um die Identifikation dieser Kriterien. Nach der Auswertung der Gespräche werden die Kriterien in einen städteindividuellen Fragebogen übertragen, welcher in der jeweiligen Stadt verteilt wird.

In diesem Fragebogen wird dann ermittelt, wie attraktiv die Stadt ist und wo evtl. Verbesserungsbedarf besteht. Der zusätzliche Vorteil von diesem Fragebogen ist, dass er individuell für jede Stadt erstellt wird und dementsprechend städtespezifische Besonderheiten berücksichtigt.

Der Fragebogen sollte von möglichst vielen Einwohnern, Besuchern, Touristen und Innenstadtakteuren der Stadt ausgefüllt werden, um ein zuverlässiges und repräsentatives Ergebnis zu erhalten. Die Ergebnisse bilden abschließend das Attraktivitätsprofil der Stadt. Somit entstehen aus den Ergebnissen der Fokusgruppen und der Fragebögen individuelle Attraktivitätsprofile für die Partnerkommunen des City Lab Südwestfalen.

Aus dem Vergleich vom gewünschtem Städte-Szenario und identifiziertem Attraktivitätsprofil können dann digitale und analoge Maßnahmen abgeleitet werden, die bestehende Marketingkonzepte weiterentwickeln und die Attraktivität der Innenstädte steigern.