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Letzte Sitzung für Balver Landrat

Freitag, 26. Juni 2020

Abschiedsstimmung lag in der Luft bei der letzten Kreistagssitzung der laufenden Wahlperiode. Am 13. September wird ein neues Gremium gewählt. Zuvor mussten aber noch wichtige Personalentscheidungen getroffen werden.

Für die letzte Sitzung der laufenden Wahlperiode waren die Kreispolitiker Corona bedingt in die historische Schützenhalle auf dem Loh in Lüdenscheid umgezogen. Dort konnten die Abstandsvorgaben eingehalten werden. Personalentscheidungen bildeten den Mittelpunkt der Tagesordnung. Kai Elsweier aus Bocholt wurde einstimmig zum neuen Kämmerer bestellt. Bernd Schildknecht (SPD) wurde in geheimer Wahl zum 2. Stellvertretenden Landrat und damit zum Nachfolger von Lutz Vormann gewählt, der seinen Posten krankheitsbedingt zur Verfügung gestellt hatte. Es galt Abschied nehmen von Kreiskämmerer Fritz Heer sowie Fachbereichsleiterin Jutta Heedfeld, die in den Ruhestand gehen. Für beide gab es viel dankbaren Applaus von den Kreistagsabgeordneten.

Auch für Landrat Thomas Gemke (Foto) war es die letzte Kreistagssitzung in seiner Funktion. Bekanntlich wird am 13. September, spätestens in einer Stichwahl am 27. September, ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gewählt. Thomas Gemke: „Die parlamentarische Arbeit in der von mir als Landrat verantworteten 8. und 9. Wahlperiode ist damit voraussichtlich beendet. Der Kreistag und die von ihm gebildeten Fachausschüsse haben in dieser Zeit in insgesamt 351 Sitzungen über 2.190 Drucksachen der Verwaltung und Anträge der Kreistagsfraktionen beraten und beschlossen.“

Zahlen, die aus Sicht des Landrates den großen Umfang der politischen Arbeit auch auf der kommunalen Kreisebene eindrücklich verdeutlichen.  Sie ließen zudem den zeitlichen Aufwand erahnen, den die Abgeordneten des Kreistages und die Mitglieder seiner Ausschüsse hierfür leisten mussten – und das ehrenamtlich. Gemke: „Zu diesen Sitzungen kommen ja auch noch Fraktionssitzungen, Arbeitskreise sowie Mandate und Sitze in Aufsichtsräten kreiseigener Unternehmen sowie in Gerichten, Gremien und Parlamenten.“

Er nannte einige Eckpunkte und Highlights aus den vergangenen elf Jahren gemeinsamer politischer Arbeit. „Wir haben viele schöne Jubiläen gefeiert - darunter 2014 das 40-jährige Jubiläum des Märkischen Kreises, 100 Jahre Jugendherberge auf der Burg Altena, 15 Jahre Partnerschaft mit dem Kreis Ratibor, 25 Jahre Partnerschaft mit dem Kreis Elbe-Elster und 30 Jahre Märkisches Jugendsinfonieorchester.“ Das Mittelalterfest habe man elfmal mit veranstaltet, fünfmal das Autofreie Volmetal. Allein bei diesen Veranstaltungen wurden mehr als 300.000 Menschen gezählt.

Die Berufskollegs wurden neu strukturiert, saniert und umgebaut. Förderschulen wurden in die Trägerschaft des Kreises übernommen. Das Regionale Bildungsnetzwerk sei geknüpft worden. Die Kreisverwaltung und deren Bürgerbüros in Lüdenscheid und Iserlohn seien zu einem modernen Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger geworden. Gemke nannte wichtige Bau- und Umbauprojekte der letzten Jahre. Darunter den der Kreisleitstelle und mehrerer Rettungswachen, die Sanierung und Renovierung der Burg und der Museen, den Bau des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrums im Gewerbegebiet Rosmart, den Neubau des Kreisarchivs und nicht zuletzt den Erweiterungs-Anbau an das Kreishaus Lüdenscheid.

Der Landrat weiter: „Wir haben wichtige Entscheidungen zur Sicherung des Gesundheitsstandortes Märkischer Kreis und unserer Märkischen Kliniken getroffen. Wir haben den Ausbau des Schienengebundenen Personennahverkehrs vorangetrieben, beispielsweise durch die Reaktivierung der Bahnstrecke Brügge-Meinerzhagen sowie durch Taktverdichtung auf den Strecke Iserlohn – Dortmund sowie der Hönnetalbahn.“

Auch der Natur- und Klimaschutz sei ein wichtiges Thema gewesen. Es werde nur noch grüner Strom eingekauft, das Kreishaus sei energetisch saniert, eine Klimaschutzbeauftragte installiert worden. Die Märkische Verkehrsgesellschaft fahre mit Fahrzeugen, die aktuell höchs-te Umweltstandards erfüllen. Große Bereiche des Kreises seien heute Teil des neuen Naturparks Sauerland-Rothaargebirge.

Die Fusion der KDVZ mit der KRZ Siegen zur Südwestfalen-IT. Die REGIONALE 2013 und ihre Neuauflage für 2025 und der endlich Fahrt aufnehmende Breitbandausbau waren weitere Themen. Nicht zuletzt habe der Kreis die beiden größten Krisen in seiner Geschichte gut gemeistert – die Flüchtlingskrise 2015/2016 sowie die aktuelle Corona-Pandemie.

Thomas Gemke: „Allen, die im Märkischen Kreis – ob ehrenamtlich oder hauptamtlich – in den zurückliegenden beiden Wahlperioden meiner Amtszeit als Landrat Sorge und Verantwortung für den Märkischen Kreis getragen haben, die mitgearbeitet haben an der Lösung der Probleme zum Wohle des Ganzen, danke ich sehr herzlich für die Mitarbeit und die Zusammenarbeit.“