Für geschenkte Jacken am Ende teuer bezahlt

Ein 82-jäh­ri­ger Plet­ten­ber­ger hat sich am Mon­tag sie­ben Jacken „schen­ken“ las­sen – und dafür teu­er bezahlt.

Der Seni­or ist einem betrü­ge­ri­schen Ver­kaufstrick erle­gen. Kurz beschrie­ben lau­tet er: Einen auf „alter Bekann­ter“ machen, Opfer wort­reich ver­wir­ren, ein „Geschenk“ anbie­ten und dafür einen unver­schämt hohen „Freund­schafts­preis“ kassieren.

Das Ehe­paar kam am Mon­tag gegen 11 Uhr vom Ein­kau­fen nach Hau­se. Vor dem Haus sprach sie ein Frem­der an und tat so, als sei der Seni­or ein alter Arbeits­kol­le­ge von ihm. Der 82-jäh­ri­ge konn­te sich zwar nicht erin­nern. Doch der Unbe­kann­te rede­te so viel und aus­schwei­fend, dass das Opfer die Behaup­tung schließ­lich doch glaub­te und ihn ins Haus einlud.

Der Frem­de ver­schwand kurz und kam mit einer gro­ßen Sport­ta­sche vol­ler Jacken an. Dann begann die Moden­schau. Wort­reich offe­rier­te er sie­ben Jacken und ließ sei­nen Opfern kei­ne Mög­lich­keit zum Nach­den­ken. Er mein­te, er wol­le heu­te mit dem Flug­zeug rei­sen, wes­halb er die Jacken los­wer­den müs­se. Erst war von Schen­ken die Rede, dann von einer Sum­me, die wohl unter nor­ma­len Umstän­den nie­mand wirk­lich als „bil­lig“ bezeich­nen wür­de. Der Seni­or woll­te die Jacken zwar nicht, wil­lig­te aber schließ­lich ein.

Der Unbe­kann­te nahm das Geld und verschwand.

Zwei Tage spä­ter erstat­te­te das Ehe­paar Anzei­ge wegen Betrugs. Der Unbe­kann­te dürf­te zwi­schen 60 und 65 Jah­re alt und etwa 1,80 Meter groß sein. Er hat eine nor­ma­le Sta­tur, kurz geschnit­te­ne Haa­re und eine gepfleg­te Fri­sur. Er trug einen grau­en Woll­man­tel, weder Bart noch Bril­le, aber eine Mund-Nasen-Mas­ke und sprach Deutsch ohne Akzent. Die Poli­zei bit­tet um Hin­wei­se unter Tele­fon 9199–0.