Teure Beseitigung von Fruchtfliegen in Menden

Ein Mendener setzte sich Freitag erfolgreich gegen einen dreisten Schädlingsbekämpfer zur Wehr, der 580 Euro für das Beseitigen von Fruchtfliegen verlangte. Der Mendener ärgerte sich über die vielen kleinen Fliegen in seinem Haus. Er suchte im Internet nach einem Schädlingsbekämpfer und stieß auf einen Anbieter. Der etwa 25-jährige Mann rückte zum vereinbarten Zeitpunkt am Freitag mit einer Spritzflasche an. Noch bevor er seine Arbeit begann, forderte er 580 Euro für den geplanten Einsatz. Der Fremde ließ sich auf 360 Euro herunterhandeln, doch auch das war dem Mendener zu viel. Als Ersatz für die vergebliche Fahrt verlangte der Kammerjäger nun 50 Euro. Darauf ließ sich der Kunde ein.

Die versprochene Quittung bekam er jedoch nicht. Der Fremde ging zu seinem Wagen, der offenbar weiter weg stand, und kam nicht wieder. Der Kunde versuchte erneut, den Dienst anzurufen, bekam jedoch nur eine Ansage, dass die Rufnummer nicht existent sei. Die Polizei ermittelt wegen Wuchers (§ 291 StGB).

Die Anreisewege der mutmaßlichen Betrüger zeigen: Die Masche lohnt sich. Teilweise überrumpeln die Betrüger ihre Opfer mit Forderungen, die in den vierstelligen Bereich gehen – oftmals ohne wirkliche Gegenleistung. Typische Betätigungsfelder sind Schlüsseldienste, Beseitigung von Wespennestern oder Ameisenstraßen.

Allein der professionell wirkende Internet-Auftritt bietet keine Garantie für ein seriöses Unternehmen. Deshalb: Ins Impressum schauen! Werden Geschäftsführer etc. namentlich genannt? Wo sitzt das Unternehmen? Birgt allein schon die Anfahrtszeit ein hohes Kostenrisiko für den Kunden? Gibt es Referenzen?

Bereits am Telefon klare Absprachen treffen über den voraussichtlichen Preis, Zusatzkosten oder Stundenlohn. Kommt überhaupt ein Mitarbeiter des Unternehmens oder vergibt dieses einen Auftrag an einen freien Subunternehmer?

Überraschen die Dienste nach Abschluss ihrer Arbeiten mit hohen Preisen? Nicht überrumpeln lassen! Wenn die Mitarbeiter mit der Polizei “drohen”, gehen Sie in die Offensive und rufen selbst die Polizei!

Weitere Tipps geben Verbraucherzentralen.