Bundesnotbremse wird außer Kraft gesetzt

Im Mär­ki­schen Kreis tre­ten die Rege­lun­gen der Bun­des­not­brem­se außer Kraft. Die Vor­aus­set­zung ist erfüllt, weil die 7‑Ta­ge-Inzi­denz an fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Werk­ta­gen unter dem Wert von 100 geblie­ben ist. Die Maß­nah­men enden dann am über­nächs­ten Tag – im Kreis also am Sonn­tag, 23. Mai, ab 0 Uhr.
Da die Inzi­denz im Mär­ki­schen Kreis seit fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Werk­ta­gen unter dem Wert von 100 liegt, tre­ten am über­nächs­ten Tag (Sonn­tag, 23. Mai) die Rege­lun­gen der Bun­des­not­brem­se außer Kraft und es gilt die Coro­naschutz­ver­ord­nung des Lan­des. Das hat das NRW-Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les (MAGS) per All­ge­mein­ver­fü­gung bestä­tigt.
Für den Mär­ki­schen Kreis sind damit wei­te­re Locke­run­gen mög­lich. Land­rat Mar­co Voge appel­liert, mit den zusätz­li­chen Öff­nungs­schrit­ten ver­ant­wor­tungs­be­wusst umzu­ge­hen und wei­ter­hin kon­se­quent die Regeln ein­zu­hal­ten: „Wir sind auf dem rich­ti­gen Weg, ein Stück der lang ersehn­ten Nor­ma­li­tät zurück­zu­ge­win­nen. Unser Ziel ist es wei­ter­hin, die Inzi­denz kon­stant zu sen­ken und die Infek­ti­ons­la­ge nach­hal­tig ein­zu­däm­men. Die wich­tigs­ten Bau­stei­ne hier­zu sind wei­ter­hin Imp­fen, Schnell­tests, Vor­sicht und Rück­sicht­nah­me.„
Die Regeln im Mär­ki­schen Kreis ab Sonn­tag, 23. Mai:

Aus­gangs­be­schrän­kun­gen
Die Aus­gangs­be­schrän­kun­gen fal­len weg.
Kon­takt­be­schrän­kun­gen
Pri­va­te Tref­fen von zwei Haus­stän­den mit maxi­mal fünf Per­so­nen oder Ange­hö­ri­gen eines Haus­halts plus einer wei­te­ren Per­son sind erlaubt. Kin­der bis zu 14 Jah­ren zäh­len dabei nicht mit. Voll­stän­dig geimpf­te und gene­se­ne Per­so­nen mit ent­spre­chen­der Bestä­ti­gung wer­den eben­falls nicht mit­ge­zählt. Sind sämt­li­che zusam­men­kom­men­den Per­so­nen nach den dafür gel­ten­den Vor­schrif­ten als voll­stän­dig geimpft oder gene­sen anzu­se­hen, besteht für die­se Zusam­men­kunft damit kei­ne Begren­zung der Per­so­nen­zahl oder Haus­hal­te. 
Kul­tur
Kon­zer­te unter frei­em Him­mel sind mit maxi­mal 500 Per­so­nen und nega­ti­vem Test mög­lich. Muse­en, Kunst­aus­stel­lun­gen, Gale­rien, Schlös­sern, Bur­gen, Gedenk­stät­ten und ähn­li­che Ein­rich­tun­gen dür­fen nach vor­he­ri­ger Ter­min­bu­chung besucht wer­den. In geschlos­se­nen Räu­men ist ein Besu­cher pro 20 Qua­drat­me­ter Aus­stel­lungs­flä­che erlaubt.Die Muse­en des Mär­ki­schen Krei­ses (Deut­sches Draht­mu­se­um, Burg Alte­na, Lui­sen­hüt­te) öff­nen vor­aus­sicht­lich am 28. Mai. Nähe­re Infor­ma­tio­nen zum Buchungs­sys­tem wer­den recht­zei­tig ver­öf­fent­licht.
Sport
Kon­takt­frei­er Sport auf Sport­an­la­gen unter frei­em Him­mel ist nun wie­der mit bis zu 20 Per­so­nen zuläs­sig. Kon­takt­sport unter frei­em Him­mel in Grup­pen ist wie bei den all­ge­mei­nen Kon­takt­be­schrän­kun­gen sowie für Grup­pen von bis zu 20 Kin­dern bis ein­schließ­lich 14 Jah­re zuläs­sig. Zuschau­er sind im Frei­en mit nega­ti­vem Test unter Sicher­stel­lung der Rück­ver­folg­bar­keit aus­schließ­lich auf Sitz­plät­zen erlaubt, jedoch nur bis zu 20 Pro­zent der Zuschau­er­ka­pa­zi­tät, und ins­ge­samt nicht mehr als 500 Per­so­nen.
Ein­zel­han­del
Alle Geschäf­te des Ein­zel­han­dels kön­nen wie­der öff­nen. Auch Geschäf­te, die nicht der Grund­ver­sor­gung die­nen, dür­fen mit nega­ti­vem Test­ergeb­nis wie­der ohne Ter­min­bu­chung besucht wer­den. Erfor­der­lich bleibt aber die Begren­zung der Kun­den­an­zahl. Zuläs­sig ist ein Kun­de pro 20 Qua­drat­me­ter.
Kör­per­na­he Dienst­leis­tun­gen
Kör­per­na­he Dienst­leis­tun­gen, bei denen der Min­dest­ab­stand nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann, sind zuläs­sig, bei­spiels­wei­se Fri­seur, Gesichts­be­hand­lung, Kos­me­tik, Fuß­pfle­ge, Nagel­stu­di­os, Mani­kü­re, Mas­sa­ge, Täto­wie­ren oder Pier­cen. Wenn der Kun­de nicht durch­ge­hend Mas­ke trägt, ist Vor­aus­set­zung, dass sowohl Kun­de und Per­so­nal ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis vor­le­gen. Aus­ge­nom­men von der Test­pflicht sind medi­zi­ni­sche not­wen­di­ge Leis­tun­gen (etwa Phy­sio- oder Ergo­the­ra­peu­ten, Podo­lo­gen und medi­zi­ni­sche Fuß­pfle­ge, Heb­am­men, Hör­ge­rä­te­akus­ti­ker, Opti­ker).
Gas­tro­no­mie
Der Betrieb von Restau­rants, Gast­stät­ten, Imbis­sen, Knei­pen, Cafés, Kan­ti­nen, Men­sen und ande­ren gas­tro­no­mi­schen Ein­rich­tun­gen ist im Außen­be­reich und mit nega­ti­vem Test­ergeb­nis für Gäs­te und Bedie­nung zuläs­sig. Wei­ter­hin mög­lich sind auch die Belie­fe­rung mit Spei­sen und Geträn­ken sowie der Außer-Haus-Ver­kauf von Spei­sen und Geträn­ken.
Frei­zeit­ein­rich­tun­gen
Klei­ne­re Außen­ein­rich­tun­gen wer­den wie­der erlaubt. Etwa: Mini­golf, Klet­ter­parks, Hoch­seil­gar­ten. Vor­aus­set­zung ist ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis. Frei­bä­der wer­den für die Sport­aus­übung (kei­ne Lie­ge­wie­sen) geöff­net. Die Besu­cher­an­zahl in Frei­bä­dern wird begrenzt.